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Das Falten-Unterspritzen ist ein modernes, ausschließlich durch Mediziner durchführbares Verfahren zur zeitweisen Reduktion bestimmter Falten.
Neben der Hyaluronsäure wird hier insbesondere das Botulinumtoxin verwendet. Botulinumtoxin ist ein Gattungsbegriff, der gebräuchlichste Markennamen in diesem Umfeld ist Botox®.
Das Botulinumtoxin ist ein pharmakologisch hochwirksames, aus einem Protein bestehendes Exotoxin, welches auf neuronaler Ebene – insbesondere bei der Signalübertragung vom Gehirn zu den Muskeln – im Körper wirkt. Neben der Bezeichnung Botulinumtoxin sind auch BTX, Botox oder Botulinustoxin gängige Synonyme. Das Toxin wird von dem Bakterium Clostridium botulinum ausgeschieden.
Seit Anfang der 80er Jahre wird Botox® in der Medizin bei krankhaften Gesichtsspasmen, Lidkrämpfen und Schielen eingesetzt. Und in den 90er Jahren begann der Einsatz von Botox® in der ästhetischen Medizin.
Durch Überaktivität der mimischen Muskulatur bilden sich oft tiefe Zornes- oder Stirnfalten sowie Krähenfüße. Die Injektion von Botulinumtoxin in genau diese Gebiete blockiert die Freisetzung eines Botenstoffes zur Auslösung von Muskelkontraktionen und lähmt vorübergehend die betroffenen Muskeln. Das Resultat: Runzeln der behandelten Gebiete ist nicht mehr möglich, Falten glätten sich oder verschwinden vollständig und das Gesicht wirkt entspannter und freundlicher.
Erste Effekte werden nach 48-72 Stunden sichtbar. Die maximale Wirkung wird nach etwa 1-2 Wochen eintreten. Der Gesichtsausdruck wird entspannter aber weiterhin sehr natürlich und keineswegs maskenhaft sein. Das Resultat der Injektionen hält im Regelfall 3-5 Monate an. Sobald die Wirkung nachlässt, kann eine Auffrischung durchgeführt werden.
Unser Tipp: Sehr sinnvoll ist es, diese medizinische Behandlungsmethode mit anderen kosmetischen Möglichkeiten (Lift- und Plegecremes etc.) zu kombinieren.
Aber Achtung: Beim Umgang mit Botulinumtoxin-Injektionen und entsprechenden Unterspitzungen ist Vorsicht geboten. Sogar die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (DGAC) warnt vor »falschen Injektionstechniken« und Überdosierungen, die zu »unerwünschten Überkorrekturen« führen können. Hiermit sind, etwas verharmlosend ausgedrückt, auch ungewollte Lähmungserscheinungen der Gesichtsmuskulatur gemeint: zum Beispiel Hängelider, Triefaugen, asymmetrische Gesichtspartien oder gar eine starre Mimik. Zwar verschwinden aufgrund der zeitlich begrenzten Wirkung des Botulinumtoxin die Entstellungen nach einigen Monaten wieder, aber für einen Patienten dürfte ein missgestaltetes Gesicht im Alltag ausgesprochen unangenehm sein.
Ein häufiges Missverständnis: Botulinumtoxin konkurriert nicht mit Hyaluronsäure und Hyaluronpräparaten, sondern hat ein völlig anderes, ergänzendes Einsatzgebiet.